Das Peer-Review-Verfahren der Pflegewissenschaft
Pflegewissenschaft ist die peer-reviewte Fachzeitschrift für Pflege- und Gesundheitswissenschaft. Nachfolgend finden Sie Informationen zum Peer-Review-Verfahren:
Es gibt sicher kein perfektes Peer-Reviewing, zu viele Aspekte sind hier bedeutungsvoll. Im Sinne allgemeiner Zielkriterien fühlen wir uns gleichwohl einem Review-Modell verpflichtet, das sich um Fairness, Offenheit/Transparenz und Nützlichkeit/Praktibilität für alle Beteiligten bemüht. Die im Review-Modell angelegte Beziehung erachten wir als potentiell wechselseitig und flexibel, wir wertschätzen eine Kommunikation zwischen einander gleichgestellten Peers anstelle statischer, hierarchischer oder einschüchternder/eingeschüchterter Umgangsweisen. Auch wenn konstruktives Reviewing - als Geben und Nehmen produktiver Feedbacks - keinesfalls ein einfacher oder selbstverständlicher Prozess ist, bedeutet es im gelungenen Falle einen Lernprozess für alle beteiligten Personen.
Das Review-Verfahren ist als mehrstufiges Verfahren angelegt. In der ersten Stufe erfolgt die Prüfung des Manuskripts nach Manuskripteingang durch die Redaktion. Manuskripte, die nicht den Autorenrichtlinien entsprechen, werden zunächst zur Überarbeitung zurückgegeben und gelangen nicht in die zweite Stufe des Review-Verfahrens.Im zweiten Schritt erfolgt die Auswahl der Reviewer/-innen durch die Redaktion. Jeder Beitrag wird durch zwei Reviewer/-innen begutachtet. Kommen die Gutachter/-innen nicht zu einem einheitlichen Ergebnis, wird ein/e dritte/r Gutachter/-in hinzugezogen.
Das Verfahren ist als double-blind-Review angelegt. Eingehende Beiträge werden vor dem Review-Verfahren anonymisiert, so dass kein Rückschluss auf den/die Autor/-innen möglich ist. Reviever/-innen können sich für befangen erklären und Beiträge zurückreichen; in diesem Fall bestimmt die Redaktion eine/n neue/n Reviewer/in.
Folgende allgemeine Leitlinien finden für das Peer-Reviewing Anwendung:
- Das Verfahren soll den grundsätzlichen Gütekriterien von Gesundheitsforschung entsprechen und daher für die Leser/-innen vor allem nachvollziehbar und offen sein. Wir sind der Meinung, dass gerade das Internet die Chance bietet, ein solches nachvollziehbares Verfahren zu etablieren. Das Gutachten besteht aus diesen Gründen aus einem öffentlichen Teil (der für die Autor/-in online einsehbar ist) und einem internen Teil, der nur für die Redaktion einsehbar ist und weitere Hinweise zum Verfahren enthält. Der öffentliche Teil steht den Autor/-innen über unser Online-Review-System zur Verfügung.
- Interdisziplinarität und Internationalität sind zentrale Merkmale der Pflegewissenschaft. Hieraus ergibt sich die Notwendigkeit, dass jeder eingereichte Beitrag aus mindestens zwei disziplinären Perspektiven beurteilt werden sollte. Außerdem sollen - wenn irgend möglich – Reviewer/-innen unterschiedlicher nationaler Herkunft beteiligt werden.Für die inhaltliche Beurteilung des Beitrags kommen folgende Kriterien zur Anwendung:
- Entspricht der Aufbau des Beitrags wissenschaftlichen Kriterien, anhand der folgenden Checkliste (Achtung: nicht alle Beiträge folgen diesem Schema):
- Titel
- Zusammenfassung
- Problemstellung
- Literaturübersicht
- Forschungsdesign
- Stichprobe
- Datenerhebungsinstrument
- Methode
- Datenanalyse
- Diskussion
- Schlussfolgerung
Entspricht der Beitrag dem aktuellen Stand der Forschung?
Enthält der Beitrag neue, interessante Erkenntnisse?
Sind die ethischen Anforderungen an Forschung erfüllt?
Welche Evidenz hat der Beitrag?
Ist der Beitrag gut formuliert und lädt zum Lesen ein?
Das Gutachten soll aus zwei Teilen bestehen:
- Interner Teil: Hier werden kurze (max. 500 Zeichen) Anmerkungen zum begutachteten Beitrag gegeben. Der interne Teil schließt eine Empfehlung zur Handhabung des Beitrags ein. Diese Empfehlung sollte sich einer der folgenden Kategorien anschließen:
-
- Beitrag in dieser Form veröffentlichen
- Beitrag zur Überarbeitung zurückreichen (Gründe kurz angeben)
- Beitrag ablehnen (Gründe kurz angeben)
- Öffentlicher Teil: Der öffentliche Teil ist für die Autor/-innen jederzeit einsehbar. Hier sollte das Gutachten zum Artikel eingefügt werden. Das Gutachten sollte aus Fließtext bestehen (nicht nur Spiegelstriche) und max. 1 Seite A4 nicht wesentlich übersteigen.
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