Markus Köhl, Eduard David 

  Pflegewissenschaft 1-2010 , 7 Seiten

  Pflegewissenschaft 2010 (1) , 7 pages

Bewusstseinszustand der Pflegekraft während einer empathischen Wahrnehmungsleistung – Bedeutung der Wahrnehmung in der Pflege und Förderung der Empathiefähigkeit durch bewusste Ausrichtung des körperlichen und psychischen Zustandes

The awareness of a caregiver during empathy – The meaning of perception in a caregiving situation: The development of empathy through orientation on physical and psychological conditions

Abstract: Abstract:
Die Veränderung der Hirnaktivität und der vegetativen Funktionen während eines erweiterten Wahrnehmungseindrucks sind Thema einer Forschungsarbeit an der Universität Witten-Herdecke. Es konnte festgestellt werden, dass der Einfluss von Entspannung die Wahrnehmungsfähigkeit vertieft. Die Ergebnisse der Arbeit lassen sich zur Erörterung der Qualität einer Pflege-Patientenbeziehung hierauf übertragen. Eine empathische, subtilere Wahrnehmung für den Patienten steht für eine Verbesserung der Qualität, wobei Bedürfnisse und Ressourcen des Patienten samt seiner Situation umfassender erkannt werden. Die Pflegefachkraft gewinnt darüberhinaus an Kompetenz, wenn sie sich selbst besser empfinden und wahrnehmen kann, sei es durch ein intensiveres eigenes Körperempfinden oder durch fühlbare eigene Emotionen. Durch das Erleben des eigenen Leibes ist sie imstande ihre eigene Situation zu erkennen und sich mental auf die Pflegearbeit vorzubereiten. Durch eine bewusst gestaltete Beziehung kann die Pflegekraft ein vertrauensvolles Klima schaffen, in dem Ressourcen geweckt werden, die den Patienten in der Auseinandersetzung mit der Situation von Erkrankung oder des Gesund-Werdens stärken.

Easing of tension and empathy are interrelated: If people are more relaxed they have a wider and more subtle perception of their social surrounding. The evidence for this argument can be found in the modification of the brain activity and its vegetative functions during a situation of relaxation. Research work at the University of Witten-Herdecke has examined and verified this correlation between brain activity, relaxation and empathy: The mental relaxation of human being have a big impact on their social perceptions, especially on the development of empathy. But as important as pure scientific research is the transformation of this knowledge into a social context. A good example is the relation between a caregiver and their patients: If a caregiver is able to observe and to experience his own feelings and perceptions (whether by body feeling or personal emotions) he gains more competence. Why? First, he is able to reflect his own feelings. In consequence of this process the caregiver is mentally well prepared for the respective nursing situation. Second, because of this induced situation the caregiver creates a more trustful relation in which the patient can make use of his own cognitive resources. These own new resources help the patient to reflect his illness and to recover. In sum, a more subtle and empathetic perception in a caregiving situation increases the possibility to realize the special needs and the individual resources of the patient.
Schlüsselwörter:
Keywords:
  • Empathiefähigkeit in der Pflege
  • Studie
  • Perception in a Caregiving situation
  • Study
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Zitation:
Markus Köhl, Eduard David: Bewusstseinszustand der Pflegekraft während einer empathischen Wahrnehmungsleistung – Bedeutung der Wahrnehmung in der Pflege und Förderung der Empathiefähigkeit durch bewusste Ausrichtung des körperlichen und psychischen Zustandes, Pflegewissenschaft 2010 (1). Online im Internet: http:/www.printernet.info/detail.asp?id=978 vom 06.09.2010

DOI: 10.3936/978 DOI-Website

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