PrInterNet Peer Review System PPRS. Eintrag vom 03.09.2010 / 12:11:11
| Titel des Beitrags |
Objektivierung des C-Wertes in LEP® durch eine Selbsteinschätzung von Stationsleitungen |
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| Einsendedatum |
25.02.2010 (vor 190 Tagen) |
| Artikelbeschreibung |
LEP®*, eine Methode zur Erfassung des Pflegeaufwandes, beruht auf der Eingabe von mit standardisierten Zeiten hinterlegten patientenbezogenen Tätigkeiten in ein Computerprogramm. Die errechnete benötigte Zeit wird im Verlauf der Datenauswertung mit der zur Verfügung stehenden Personalzeit in Beziehung gesetzt. Die Differenz beider Zeiten ergibt die für nicht patientenbezogene Tätigkeiten verbleibende Zeit, ausgedrückt in Prozenten der Personalzeit, und wird in LEP® C-Wert genannt. Will man die Belastungssituation einer Station einschätzen, und daraus resultierend Managemententscheidungen treffen, so muss der C-Wert für jede Station analysiert werden. Der stationsspezifische Richtwert sollte mit den anfallenden Arbeiten und den dafür benötigten Zeitaufwänden variieren, hängt also von der Infrastruktur, Organisationsform und Art einer Station ab. |
Kommentar für Autor
Reviewer 1
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Der Beitrag stellt eine Befragung von 2 Stationsleitungen zum Anteil patientenferner Tätigkeiten auf ihren Stationen dar. Die ERgebnisse sollen den C-Wert wiederspiegeln und werden mit entsprechenden LEP-Vorgaben bzw. internen LEP-Werten verglichen. Die Ergebnisse zeigen sehr große Streuungen. Die Autoren nutzen dies zur Diskussion, wie C-Werte überhaupt erhoben werden können und was sie bedeuten.
Die Arbeit ist insgesamt relevant, da LEP eine steigende Verbreitung hat und offenbar noch unklarheit über die Erhebung bzw. Bedeutung der C-Werte besteht. Leider ist die Stichprobe sehr klein (n=2).
Detailanmerkungen:
1. Die Gliederung folgt prinzipiell wissenschaftlichen Gepflogenheiten, ich würde aber doch anregen, EINLEITUNG und HINTERGRUND zu einem Kapitel zu verbinden, ebenso DISKUSISON und METHODENKRITIK.
2. Im Abstract wird gesagt, dass sich Selbeinschätzungen grundsätzlich zur C-Wert-Objektivierung eignen. Das geben die vorliegenden Daten m.E. aber sicher nicht her. Der Teil muss überarbeitet werden.
3. Im Einleitungsteil stehen einige Behauptungen (z.b. das LEP "anerkannt" wäre, dass es bestimmte Kritik an LEP gibt, was der C-WErt ist etc.), ohne das eine Quelle angegeben wird. Alle Behauptungen sollten aber belegt werden.
4. Auf S. 2, 4. Absatz, stehen einige Überlegungen zur Aussagekraft des C-Werts. Die Darstellung erscheint recht willkührlich und wird auch nicht belegt. "Schlechte Stimmung im Team" klingt sehr flapsig. Insgesamt würde ich diesen Teil komplett überarbeiten und objektivieren: Was soll der C-Wert aus? Welche Interpretationsmöglichkeiten gibt es?
5. Seite 4, Satzbaufehler: "Wobei auch der Expertenwert für die ZEIT (muss eventuell Anteil heissen) von der tatsächlch verwendeten Zeit abwich"
6. Seite 6 oben, es fehlen Quellenangaben.
7. Abb. 1 scheint nur ein Ausschnitt des gesamten Fragebogens zu sein, ich würde empfehlen, das komplette Instrument (oder ggf. etwas aggregiert) in einen Anhang zu nehmen, es ist doch sehr interessant, die Liste der patientenfernen Tätigkeiten zu haben.
8. Seite 9, Ergebnis: Es fehlt ein einführender Text zur Tabelle, und eine aussagefähige Legende. Die Zahlen (z.B. "370") sind unklar, sind das Minuten/STation/Tag? Auch die Prozente sind unklar.
9. Im Methodenteil sollte kurz erläutert werden, wie sich auf den "Durchschntitlichen C-WErt 2008 aus LEP-dAten" gekommen sind. Es sollte für den Nicht-LEP-Fachmann klar werden, wie der sich ermittelt.
10. S. 11, 2. Absatz ("Die werte könnten ...") - das sind vage Vermutungen, würde ich streichen. Bleiben Sie bei den objektiven Zahlen.
11. Den ganzen Diskussionteil würde ich noch einmal überdenken. Inhaltlich stimme ich zu, die Darstellung ist aber etwas unstrukturiert. Verschiedene Probleme werden an verschiedenen Stellen andiskutiert. Versuchen Sie doch, nach Darstellung und Diskussion der Zahlen die aufgetrenen Probleme etwas klarer zu gliedern und zu analyiseren: Probleme mit den LEP-Daten und mögliche Gründe; Vorschläge zur LEP-Erhebung; Probleme bei der Befragung und mögliche Gründe; Vorschläge zur Befragung.
12. Im DIskussionteil fehlt mir noch ein wenig der Stand der Forschung: Gibt es sonst keine Versuche, C-Werte zu objektivieren? Was ist da rausgekommen? Es sollte nicht nur die Situation in Ihrem Krankenhaus betrachtet werden, sondern möglicsht auch verallgemeinerbare ERkenntnisse; dafür ist es hilfreich, noch einmal auf die Literatur zu schauen
13. Auch sollte man auf die kleine Fallzahl (n=2) zu sprechen kommen und was das für die Aussagekraft der Analyse bedeutet.- |
Kommentar für Autor
Reviewer 2
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| Verlaufsprotokoll / Anmerkungen |
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Gutachtergremium bestimmt: 29.03.2010 |
| Status der Datei |
Zur Veröffentlichung angenommen
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Unverbindlicher Veröffentlichungtermin: Ausgabe 9-2010 | (Änderungen möglich) |
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