PrInterNet Peer Review System PPRS. Eintrag vom 03.09.2010 / 12:06:55
| Titel des Beitrags |
LEBEN MIT EINEM IMPLANTIERTEN KARDIOVERTER-DEFIBRILLATOR - EINE EINZELFALLANALYSE |
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| Einsendedatum |
29.01.2010 (vor 217 Tagen) |
| Artikelbeschreibung |
HINTERGRUND: Die Zahl der Patienten, welche aufgrund lebensbedrohlicher und medikamentös resistenter Herzrhythmusstörungen mit einem ICD-Implantat leben, hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Die Auswirkungen, welche das Tragen eines ICD-Implantats auf die Lebensqualität und die Lebenswelt der Betroffenen hat, sind noch kaum erforscht. Der Begriff der Lebenswelt meint jenes grundlegende Gefüge natürlicher und sozialer Gegebenheiten, das uns Menschen so vertraut und selbstverständlich ist, dass wir es kaum wahrnehmen. Die ICD-Implantation und die ihr zugrunde liegende chronische Herzerkrankung bedeutet für die meisten Betroffenen eine Veränderung ihrer bisherigen Lebenssituation, erfordert von der Person eine Neuanpassung und generiert unterschiedliche Copingstrategien. |
Kommentar für Autor
Reviewer 1
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Folgende Punkte sollten berücksichtigt werden:
Hintergrund-Problembeschreibung: Es geht um eine qualitative Studie, allerdings werden die Ergebnisse von ähnlichen qualitativen Studien über das Erleben von Patienten mit einer chronischen Krankheit nicht dargestellt.
Fragestellungen und Ziele der Untersuchung: Die Fragen wurden quantitativ und nicht qualitativ formuliert. Darüber hinaus werden «Ziel und Zweck» der Studie nicht klar beschrieben.
Gibt es auch im Ausland keine Studien, welche die täglichen Belastungen von ICD-Patienten erfassen?
Datenerhebung und Auswertung: Manuskript ist zu lang. Besser eine kurze Beschreibung bzw. Darstellung vom Ablauf sowie Prozess als die Tab. 1 und 2.
Obwohl der Leitfaden Themenaspekte wie Symbolik der Herzschmerzen, ICD-Indikation,…Bewältigungsstrategien und Zukunftsperspektiven umfasste, werden plötzlich nur die Belastungen bzw. Veränderungen der persönlichen Lebenswelt sowie angewandte Copingstrategien abgeleitet. Warum nicht z.B. die Symbolik der Herzschmerzen?
Es handelt sich um eine Einzelfallanalyse. Warum sollte ein Pilotinterview durchgeführt werden?
Ergebnisse: Die Kategorien beantworten nicht direkt die Forschungsfragen. Darüber hinaus wurde nicht klar beschrieben, wie die Kategorien entstanden sind.
Die Untersuchungsperson beschreibt ganz klar, wie er eine Situation vor und nach ICD erlebt. Allerdings entspricht der Titel von 1, 2, 4, 9 Kategorien nicht dem Inhalt von Ankerbeispielen.
Diskussion: Die Diskussion ist zu kurz. Darüber hinaus werden bestimmten Punkten von Ergebnisse nicht diskutiert. In der internationalen Literatur gibt es sicher qualitative Studie über diese Problematik.
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Kommentar für Autor
Reviewer 2
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Sehr geehrte Autorin, sehr geehrter Autor,
vielen Dank, dass Sie Ihr ausgesprochen interessantes Manuskript bei PFLEGEWISSENSCHAFT eingereicht haben!
Ich befόrworte die Verφffentlichung, schlage aber eine άberarbeitung und Wiedervorlage vor. Folgende Punkte sollten Sie berόcksichtigen:
Formales:
*26 Seiten Manuskript sind zu lang und widersprechen den Vorgaben des Journals
*die Zitation entspricht nicht den Journal-Vorgaben
Inhaltliches:
-άberschrift: Ich empfehle Ihnen eine knappe, aber deutliche Aussage des Interviewten als άberschrift zu wδhlen, die die Situation wiedergibt. Die eigentliche άberschrif sollten Sie jedoch als Unter-άberschrift beibehalten.
-Abstract: Implikationen: Bitte fόhren Sie keine Verallgemeinerungen aus! Sie kφnnen aufgrund Ihres reduzierten Designs nur Aussagen όber diesen einen Patienten machen; keinesfalls dόrfen Sie die Ergebnisse auf andere Patienten beziehen, das ist hoch spekulativ und wissenschaftlich nicht belegt.
-Seite 5: Gliederungspunkt 2 fehlt!
-Seite 5, Punkt 3, 1. Absatz: Wieso in Italien? Sie konnten doch weltweit nichts finden…
-Seite 6, 2. Absatz Mitte: Beim Begriff Datenerhebung sollten Sie das Jahr (2009?) ergδnzen
-Seite 7: Pilotinterview: Sie beschreiben hier den Pretest; an welcher Population wurde der Pretest durchgefόhrt? Wie haben Sie die Stichprobe generiert? Warum wurden diese Patienten ausgewδhlt? Und warum haben Sie darauf hin dann nur einen einzigen Patienten mit dem „richtigen“, d.h. gepretesteten Instrument gemessen?
-Seite 7, 3. Absatz: Wenn Sie Kallmeyer und Schόtze verwenden, sollten Sie die Originalliteratur angeben!
-Seite 9-15 Kategoriebildung: Eine Tabelle zur άbersichtlichkeit und leichteren Nachvollziehbarkeit fόr den Leser wδre zu empfehlen; danach sollten Sie dann die einzelnen Kategorien benennen. Ausserdem ist m ir unklar, wie diese Kategorien entstanden sind. Sie beschreiben zwar Ihr Vorgehen nach Mayring; in der qualitativen Forschung werden jedoch Daten erhoben, bis Sδttigung eintritt (vgl. Glaser und Strauss). Dies fehlt mir, d.h. wie sind Sie auf die Kategorien gekommen?
-S. 15¬-17, Diskussion: Die Diskussion ist zu kurz; hingegen haben Sie viele Punkte, die eigentlich in die Diskussion gehφren (z.B. Quellenverwise), bereits in den Ergebnissen genannt; bitte fόhren Sie diese in die Diskussion όber.
-Seite 17 Schlussfolgerungen, 1. Absatz: Hier verallgemeinern und spekulieren Sie wieder! Siehe bitte meine Ausfόhrung bezόglich Abstract, Implikationen!
Ihre Untersuchung ist interessant und hat Potential. Ich freue mich schon auf die όberarbeitete Version!
Viele Grόίe,
Ihr Gutachter
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| Verlaufsprotokoll / Anmerkungen |
Artikel eingetroffen: 29.1.2010
Review-Verfahren gestartet: 8.2.2010
Gutachtergremium bestimmt: 8.2.2010
Review-Verfahren eingeleitet: 08.02.2010
Autor Reviewstand mitgeteilt: 15.03.2010
Angenommen am 15.03.2010
Autor Reviewstand mitgeteilt: 06.05.2010 |
| Status der Datei |
Zur Veröffentlichung angenommen
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Unverbindlicher Veröffentlichungtermin: Ausgabe 9-2010 | (Änderungen möglich) |
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