PrInterNet Peer Review System PPRS. Eintrag vom 03.09.2010 / 12:11:36

Titel des Beitrags Deutungsmuster des mutmaßlichen Patientenwillens durch Pflegende auf Intensivstationen bei verbal eingeschränkt kommunikationsfähigen Patienten |
Einsendedatum 03.09.2009 (vor 365 Tagen)
Artikelbeschreibung Im Anschluss an die Grundsätze der Bundesärztekammer (2004) ist es für die behandelnden Ärzte wichtig, die mutmaßliche Einstellung des Patienten zum Leben und seinen Lebenswillen zu ermitteln sofern der Patient sich selber dazu nicht (mehr) äußern kann. Eine Patientenverfügung kann dabei hilfreich sein. Sass führt an:, „..ohne festen Bezugspunkt in einer Behandlungs- oder Patientenverfügung ist die Gefahr, den `mutmaßlichen` Willen` inadäquat zu deuten und durch einen formelhaften Rückgriff auf den mutmaßlichen Willen leidens- und lebensverlängernde Therapien bei infausten Prognosen zu rechtfertigen“(Sass 2003:95) besonders groß.

Kommentar für Autor

Reviewer 1

Eine wichtige Arbeit, die Aufmerksamkeit verdient. Untersuchungen, die das Thema der Mitsprache verfolgen, halte ich für sehr wichtig, da wahrscheinlich erstens Pflegende sowieso gefragt werden, was sie meinen und zweitens diese Abgabe der Meinungen und Einschätzungen auf eine offizielle und strukturelle Basis gestellt werden müssen, nicht zuletzt, um die Pflegenden abzusichern. Aber vor allem, um profunde pflegerischen Einschätzungen im Sinne des Patienten, wirksam werden zu lassen.

Einige Fragen bzw. Hinweise anbei:

1. Hier ist von Deutungsmustern die Rede, sind es im Moment nicht eher Deutungen, die bei weiteren Untersuchungen zu Deutungsmustern zusammengefasst werden könnten? Ansonsten Deutungsmuster erklären, worauf man sich dabei bezieht.

Überschrift: "kommunikationsfähig" sind ja alle Patienten über die nonverbale Kommunikation, daher das Wort eher streichen, denn es versteht sich von selbst.

3. Die Interviews waren auffällig kurz.

4. Durchführung der Untersuchung von der Planung trennen und gesondert beschreiben. Was lief wie geplant, was ist abgewichen.

5. Evtl. "Hypothese" gegen "Untersuchungsfrage" eintauschen, weil dieses Design ja eine Hypothese nicht bestätigen kann, sondern noch mehr einen explorierenden Charakter hat. Eher zur Hypothesengenerierung geeignet.

6. Abbildungsbezeichnung einfügen

7. S. 6 bei Mayring fehlt eine Klammer. Die Leerzeichen an einigten Zitatstellen im Text kontrollieren, z.B. S. 1 vor 2 Literaturangaben.

8. Die ethische Absicherung der Untersuchung ist wenig erklärt. Eine Ethikkommission nicht einbezogen. Gut wäre zu begründen, warum das nicht erfolgt ist, warum darauf verzichtet wurde. Zumindest mehr darauf eingehen, warum darauf verzichtet werden konnte. Dennoch erklären, wieso das als unkritisch in Bezug auf die Interviewten gesehen wurde. Zu bedenken ist ja, dass weitreichende Konsequenzen aus der Untersuchung gezogen werden. Von daher wird den Interviewten eine große Verantwortung zugesprochen. Evtl. in Ergebnisteil darauf verweisen, das weitere Untersuchungen notwendig sind, um die Frage fundiert beantworten zu können und Forderungen daraus abzuleiten. Dass es nun aber erste Hinweise gibt, die erlauben anzunehmen, dass Pflegende usw. ....

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Kommentar für Autor

Reviewer 2

Formal: Betrachtet man Sprache, Interpunktion und Formatierung, so handelt es sich hierbei nur eingeschränkt um einen wissenschaftlichen Text; neben sehr viel Prosa sind Rechtschreib- und Interpunktionsfehler vorhanden, die vorab nachgebessert werden sollten. Zudem fehlen an vielen Stellen Quellenangaben. Die vielen Fettschreibungen, Anführungszeichen ‚…‘ und Unterstreichungen sollten weggelassen werden; der Text zeigt sprachlich viele Doppelungen auf, die eliminiert werden sollten; bitte Punkte nach Aufzählung in Zwischenüberschriften vermeiden.



Vor diesem Hintergrund schlage ich vor, dass eine erste Überarbeitung stattfinden sollte, bevor eine endgültige Überprüfung durch die Gutachter erfolgt.



En Detail:

-Die Überschrift ist zu lang und beschreibt nicht korrekt den untersuchten Gegenstand

-S. 1 Abs. 1: „selbst“ statt „sich selber“

-S. 1 Abs. 1: letzter Satz ergibt keinen Sinn

-S.1 letzter Abs.: redundant

-S. 1 letzter Abs., Aufzählungspunkt: reduzierte Berufssicht, veraltet / tradiert, spiegelt nicht die Profession Pflege wieder, aus berufspolitischen Gründen inakzeptabel

-S. 2 Abs. 1 (nach Aufzählung): Text holpert, nicht flüssig

-S. 2 Abs. 3 (nach Aufzählung): Doppelungen, zwischen „sollte“ und „(„ fehlt Abstand

-S. 2 Abs. 4: Dt. Ärzteblatt falsch zitiert! Autor/Verfasser/Hrsg.?

-S. 3 Pkt. 2.1, 1. Satz: Wörtl. Zitat ohne genaue Quellenangabe

-S. 3 Pkt. 2.1: hier fehlt der Verweis bzw. die Herstellung eines Kontextes zu abstrakten oder theoretischen Konzepten/Modellen der Pflege, z.B. Benner oder King

-S. 3/4 Pkt. 2.2: Eine Literaturrecherche ist Voraussetzung und daher selbstverständlich für eine wissenschaftliche Untersuchung; dieser Punkt sollte nicht in den Text; falls doch muss die Zitierweise überarbeite werden, da inhomogen

-S. 4 Pkt. 3: wun Pkt. 3: wunderbare Prosa, im wiss. Text jedoch fehl am Platz!

-S. 4/5 Pkt. 3.1 bzw. Pkt. 3.2: Es fehlt die Beschreibung von Ein- und Ausschlusskriterien

-S. 5 Pkt. 3.2: Quellen zu Methodik narratives Interview?

-S. 5 Pkt. 3.2: letzter Satz dieses Punktes: Anführungszeichen falsch; wörtliches Zitat ohne genaue Quellenangabe!

-S. 6 Pkt. 3.2, 1. Abs.: wie viel n = Gesamtpopulation? Methodisch falsch!!!! In der qualitativen Forschung werden nicht 12 Interviews durchgeführt und dann bewertet, sondern so viele, bis Sättigung eintritt! Hier ist eine Vermischung qualitativer und quantitativer Methodik !!!!!!! OK-Kriterium!!!!! Weiterhin fehlen Angaben zur befragten Population: Verweildauer im Beruf; Sie setzen das narrative Interview ein und befragen nur 5-19 Minuten? Never ever! Hier rächt sich die fehlende Methodenrecherche und –quellenangabe. Das war vermutlich ein teilstrukturiertes Interview! Bitte aufklären.

-S.6 Pkt. 3.2, 3. Abs.: zu „Kategorisierung“ und zu „Codebaum“ fehlen Quellenangaben; hier taucht Datensättigung auf, die weiter oben gar nicht durchgeführt wurde! Genau Angaben fehlen!

-S.6 Pkt. 3.2, Abs. 4: theoretical sample wurde oben nicht erklärt, Quellen fehlen; weil keine Zeit wurde Methode nicht bzw. falsch angewendet? wo gibt’s denn sowas?! Nachbessern!

Aufgrund der massiven Defizite in der Methodik nur bis hierher korrigiert, weiter macht es zum gegenwärtigen Zeitpunkt keinen Sinn! Bitte offene Fragen bezüglich der Methodik klären. Bitte Text das nächste Mal erst lesen und Rechtschreib-/Interpunktions- und Ausdrucksfehler (inkl. Prosa) korrigieren, dann erst wieder zur Begutachtung einreichen. Danke.

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Verlaufsprotokoll / Anmerkungen erstes Gutachten eingetroffen: 11/2/2009

neuen Gutachter für Gremium bestimmt: 11/10/2009

Autor Reviewstand mitgeteilt: 11/10/2009

Autor Reviewstand mitgeteilt: 30.12.2009
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