PrInterNet Peer Review System PPRS. Eintrag vom 03.09.2010 / 12:08:04

Titel des Beitrags Sturzerkennung und Sturzvermeidung aus Sicht von Pflegepersonen unter besonderer Berücksichtigung von Sensoren |
Einsendedatum 07.07.2008 (vor 788 Tagen)
Artikelbeschreibung Gerade bei Krankenhausaufenthalten ist der Sturz ein häufiges Ereignis, wobei sich die meisten Stürze im geriatrischen Bereich ereignen (Krause, 2005). Stürze von älteren Menschen führen oft zu schwerwiegenden Verletzungen, etwa 10% der Menschen müssen in der Folge behandelt werden. Die häufigsten Verletzungsmuster sind Frakturen, Prellungen, Schädel-Hirn-Traumata und versorgungsbedürftige Wunden. Laut einer Studie in der Schweiz werden insgesamt mehr als 5% aller stationären Spitalsaufnahmen durch Stürze verursacht (Johnson et al., 2004).

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Für eine Veröffentlichung ist eine umfassende und gründliche Überarbeitung des Beitrags erforderlich. Auch nach der Überarbeitung kann nicht garantiert werden, dass der Artikel angenommen wird. Ich möchte Ihnen eineige Hinweise geben, was u.a. alles anzupassen ist.



1. Im Manuskript fehlt die deutsche Zusammenfassung. Das englische Abstract ist sprachlich nicht einwandfrei. Es ist immer günstig, wenn fremdsprachige Texte von Personen gegengelesen werden, deren Muttersprache es ist.



2. Die Literaturangaben im Lauftext und im Literaturverzeichnis sind nicht übereinstimmend. So sind z.B. die Artikel Gilliard nicht im Verzeichnis aufgeführt. Auch ist es wichtig, dass alle Angaben korrekt aufgeführt sind. Im Verzeichnis geht es nicht, wenn ein Autor mit et.al. aufgeführt wird.



3. Die Einleitung ist sehr breit und lässt den Schwerpunkt Ihrer Studie nicht klar erkennen. Dies setzt sich im Kapitel Material und Methode fort. Sie nenen 5 Forschungsfragen, die grösstenteils auf das Erheben des Status Quo ausgerichtet sind. Nur eine Frage zielt auf die Platzierung der Sensoren ab.



4. zu Methode: Eine Begründung für die Methodenwahl wäre wünschenswert.

Einige der Aussagen gehören in ddie Ergebnisse, z.B. die Beschreibung der Stichprobe. In diesem Kapitel haben Sie Methode und Durchführung gemischt. Versuchen sie es, erst die theoretischen Hintergründe und Erläuterungen und anschliessend die Durchführung der Studie zubeschreiben. Dadurch kann der Leser dies besser nachverfolgen.



4. Ergebnisse. Im Kapitel Methode beschreiben Sie das Vorgehen nach Mayring. Diese Struktur empfehle ich Ihnen im Ergebnisteil wieder aufzugreifen, ebenso wie die Forschungsfragen. Quantitative Nennungen in einer qualitativen Analyse sind nicht "State of the Art".



5. In der Diskussion griefen Sie die Einschränkungen der Studie auf. In wieweit haben Sie sich Gedanken darüber gemacht, ob es sich bei den befragten Personen wirklich um Experten handelt, die in der Lage sind, Auskünfte insbesondere im Hinblick auf die 5. Forschungsfrage zu geben? Aus meiner Sicht ist dies eine massgeblcihe Limite der Untersuchung.

Die Relation Ihrer zwei Hauptthemen (Wissen zu Sturz und Sensoreneinsatz)entspricht in der Diskussion nicht derjenigen im gesamten Artikel.



6. Sie weisen auf die Einwilligung der Organisation und der Mitarbeiterinnen hin. Dies galt auch für die Beobachtungssequenzen. Die Beobachtungen wurden bei PatientInnen gemacht, die kognitiv eingeschränkt waren. Diese Personengruppe gehört zu den besonders schützenswerten. Haben Sie von den Patienten oder ihren Angehörigen Einwilligungserklärungen eingeholt? Wurde eine Ethikkommission diesbezüglich konsultiert? Welche ethischen Überlegungen haben Sie sich betreffend der Studie gemacht. All dies sollte im Text aufgenommen werden.



Überlegen Sie sich bitte, ob sie in dem Artikel nicht ausschliesslcih einen Ihrer beiden Themenschwerpunkte beschreiben möchten, aber dann vertieft und mit Beispielen, die die Kategorien verdeutlichen und unterstreichen.



Viel Glück und gutes Gelingen-
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